Männergesundheit
Wie Studien und Berichterstattungen zeigen ist Gesundheitsverhalten nicht geschlechtsneutral. In Geschlechter vergleichenden Analysen wird bei Männern eine höhere Risikobereitschaft und ein geringeres Gesundheitsbewußtsein diagnostiziert. Doch häufig sind die Studien, oder beispielsweise der erste Männergesundheitsbericht undifferenziert. Männer und Frauen definieren den Gesundheitsbegriff unterschiedlich, sie haben verschiedene Stoffwechsel und erleben Schmerzen auf unterschiedliche Art und Weise.
Weiterhin gibt geschlechterspezifische Risikofaktoren und Krankheiten. (Dr. Sandra Born, Impuls 2011).
Das sogenannte „starke Geschlecht“ kann keineswegs als Gesundheitsmuffel eingestuft werden. So nehmen Männer über 45 Jahre ein Gesundheitscheck-up häufiger wahr, als gleichaltrige Frauen.
Dagegen zeigt die Inanspruchnahme von präventiven Kursangeboten auf Grundlage des individuellen Ansatzes ein deutliches Plus für das weibliche Geschlecht. Laut Präventionsbericht der gesetzlichen Krankenkassen lag der Anteil der Frauen bei 77%, während nur 23% der Männer präventive Kursangebote nutzte. Die Zahlen machen deutlich, dass die Angebotsstruktur von präventiven Angeboten nicht geschlechtsneutral geschehen kann.
Sowohl die Auswahl und Gestaltung, als auch die Ausschreibung präventiver Angebote muss auf Männer zugeschnitten sein (Thomas Altgeld, Impulse 2011).
Die nachfolgenden Präventionsangebote sind modulartig speziell auf Männer zugeschnitten. Sie berücksichtigen die geschlechterspezifischen Risikofaktoren, aber auch Interessen, Neigungen und Ressourcen von Männern.